Niederdeutsch im Radio und im Netz: PLATTform geht auf Sendung
Unter dem Slogan „Medien mit Wietsicht“ startet unser neues Niederdeutsch-Projekt durch: Die PLATTform ist das Dach für verschiedene mediale Formate auf Plattdeutsch – eine halbstündige Radiosendung mit Nachrichten, ein Online-Magazin sowie Social Media-Beiträge

In der niederdeutschen Szene wird dem Start der Niederdeutschen Medienplattform seit Monaten entgegengefiebert – und zum neuen Jahr ist es nun endlich soweit. Unter dem Namen PLATTform geht 2026 ein neues Format an den Start.
Kern der PLATTform ist eine halbstündige Radiosendung, die ab dem 5. Januar 2026 von Montag bis Sonnabend täglich über den Offenen Kanal Schleswig-Holstein ausgespielt wird. Die Geschichten, Stimmen und Beiträge zu relevanten Themen aus dem Weltgeschehen und der Region sollen insbesondere auch junge Zielgruppen ansprechen.
Von Montag bis Freitag werden in der Sendung „luut & düütlich“ wichtige Ereignisse des Tages reflektiert, am Wochenende gibt es in der „Wekenschau“ einen kurzen Wochenrückblick. Ergänzt wird das mediale Angebot durch Website- und Social-Media-Beiträge, die auf den bestehenden Kanälen des SHHB veröffentlicht werden.
Neues Redaktionsteam zusammengestellt
Das neue Moderationsteam der Radiosendung bilden Alina Dwenger (28) und Karsten Tolle (42). Beide ergänzen sich wunderbar und blicken mit viel Vorfreude, aber auch ein wenig Aufregung auf ihre neue Aufgabe: „Das Moderieren von Radiosendungen ist eine ganz neue Erfahrung für mich, aber mit der plattdeutschen Sprache bin ich groß geworden. Darum freue ich mich sehr, meine Muttersprache zu meinem Beruf zu machen“ sagt Alina Dwenger. Für Karsten ‚Kadde‘ Tolle, der zuletzt neun Jahre als Pressesprecher für den Schleswig-Holsteinischen Fußballverband tätig war, wird dann schon eher das Moderieren auf Niederdeutsch zum Abenteuer: „Als ich von dem Projekt gehört habe, war ich gleich Feuer und Flamme. Hier kann ich meine Begeisterung für Sprache und Sprachen mit meiner redaktionellen Erfahrung zusammenbringen“, sagt er.
„Erklärtes Ziel und wichtiger Auftrag der Medienplattform ist weiterhin auch der Ausbau der niederdeutschen Sprache und die Umsetzung unseres Sprachenplans“, sagt SHHB-Geschäftsführer Benjamin Abel.
Auch seitens der Politik wird die neue Medienplattform begrüßt: „Mit dem Angebot entsteht eine zeitgemäße Bühne für Plattdeutsch in den Medien. [...] Hörbar, sichtbar und zukunftsgerichtet", zeigt sich Johannes Callsen, Minderheitenbeauftragter des Ministerpräsidenten, erfreut über das Angebot.
PLATTform hören und lesen
Die Radiosendung kann täglich über DAB+, UKW bzw. die Livestreams des OKSH empfangen oder online nachgehört werden. Der Online-Auftritt der PLATTform ist auf unserer Website untergebracht.
Das Projekt wird von der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) mit Geldern des Landes gefördert. Kooperationspartner sind der Offene Kanal Schleswig-Holstein (OKSH) und der Norddeutsche Rundfunk (NDR).