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06.05.2019 | Natur/Umwelt

Gewässerrandstreifen in Schleswig-Holstein (abgeschlossen)

Die ökologisch wirksamsten Randstreifen sind gefunden!

Schleswig-Holsteins ökologisch wertvollste Gewässerrandstreifen sind gefunden! Der Schleswig-Holsteinische Heimatbund (SHHB) hat 2019 gemeinsam mit seinen Projektpartnern (s.u.) erfolgreich nach vorbildlichen Strukturen entlang von Gewässern gesucht. Am 21.01.2020 wurden die glücklichen Gewinner im Neukirchener Hof in Malente ausgezeichnet.

Prof. Dr. Holger Gerth, Präsidiumsmitglied des SHHB & Landesnaturschutzbeauftragter betonte bei der Preisverleihung die Wichtigkeit dieser Strukturen „im Sinne des Gewässerschutzes und des Biotopverbundsystems“. Auch Dr. Dorit Kuhnt ging in ihrem Grußwort auf die Bedeutung der Randstreifen ein, nannte aber auch die Fortschritte, die der Gewässerschutz in den letzten Jahrzehnten erzielen konnte.

Carsten Pusch (Naturschutzbund Schleswig-Holstein, Landesstelle Wasser) erläuterte in seinem Vortrag, warum diese Strukturen entlang der Gewässer so essentiell für den Natur- und Umweltschutz sind: Als Saum zwischen Natur und Nutzung erfüllen Randstreifen vielfältige Aufgaben im Natur- und Umweltschutz. Sie dienen nicht nur der Verminderung von Stoffeinträgen wie Pflanzenschutzmitteln, Nährstoffen und Sedimenten, sondern bieten auch einen wichtigen Lebens- und Rückzugsraum für viele, teils seltene Tier- und Pflanzenarten. Dr. Kirstin Rücker (Institut der Ökosystemforschung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) berichtete in einem zweiten Fachvortrag über die Forschung an einer nach skandinavischem Vorbild eingerichteten integrierten Pufferzone (IBZ) auf einem der prämierten Gewässerrandstreifen in Böbs. Über eine solche Zone wird Wasser, das vom Acker über Drainagen abläuft, zurückgehalten und über eine bepflanzte Fläche von Nährstoffen „bereinigt“, bevor es in die Fließgewässer abgeleitet wird.

Die fachkundige Jury - bestehend aus Dr. Mareike Stanisak (Landesverband der Wasser- und Bodenverbände), Hanna Kirschnick-Schmidt (Wasser- und Bodenverband Ostholstein), Carsten Pusch (Naturschutzbund Schleswig-Holstein, Landesstelle Wasser), Niels Schäfer (Landesverband der Lohnunternehmer), Johanna Lietz (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume), Klaus-Peter Lucht (Bauernverband Schleswig-Holstein) und Prof. Dr. Holger Gerth als Vorsitzender der Jury- werteten die Einsendungen aus und legten in einer anschließenden Besichtigung Ende letzten Jahres die Gewinner fest. Elf Gewässerrandstreifen kamen in die engere Auswahl. Sieben davon haben sich als gleichermaßen vorbildlich herausgestellt. Daher wurde nur nach den Kategorien „Gewässerrandstreifen als Blühstreifen“, „Gewässerrandstreifen als Gehölzsaum“ und „Gewässerrandstreifen mit extensiver Grünlandnutzung“ differenziert.

In der Kategorie „Gewässerrandstreifen als Blühstreifen“ gewannen ein Randstreifen an der Höllenau des Wasser- und Bodenverbands Obere Höllenau (Verbandsvorsteher: Herr Hans-Jürgen Göttsche) und das Gut Stendorf (Besitzer: Falk Christoph Herzog) mit einem Blühstreifen entlang des Sagauer Moorgrabens.

Die Preise der Kategorie „Gewässerrandstreifen als Gehölzsaum“ gingen an zwei Randstreifen an der Sieversdorfer Au, angelegt vom Wasser- und Bodenverband Schwentine (Verbandsvorsteher: Herr Henning Südel).

Vorbildliche Gewässerrandstreifen mit extensiver Grünlandnutzung wurden an der Curauer Au vom Wasser- und Bodenverband Schwartau (Verbandsvorsteher: Herr Robert Muus) und am Nebengewässer des Schwinkenrader Mühlenbachs, verwaltet von Herrn Ernst-Jürgen Neuhoff, gefunden.

Die Preise – Gutscheine für Regiosaatgut der Archegärtnerei in Eggebek und für Gehölzpflanzen aus dem Blumen- und Pflanzenmarkt Rahlf in Schürsdorf – wurden von der Staatssekretärin Dr. Dorit Kuhnt überreicht.

Abschließend fand nach der Preisvergabe eine Exkursion an einen der prämierten Gewässerrandstreifen mit Gehölzsaum an der Sieversdorfer Au statt. Verbandsvorsteher des Wasser- und Bodenverbands Schwentine, Henning Südel, erläuterte Historie und aktuelle Fakten des bewachsenen Saums.

Der Wettbewerb wurde durch finanzielle Unterstützung der BINGO-Umweltlotterie möglich gemacht.

Der NDR berichtete