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30.06.2018 | Sprache/Literatur

Literaturpreis Kappeln

Schon seit fast drei Jahrzehnten widmet sich die Stadt Kappeln in Zusammenarbeit mit dem SHHB dem Literaturpreis.

Am 28. November 1990 fassten die Stadtvertreter von Kappeln folgenden Beschluss: „Die Stadtvertretung beschließt die Vergabe eines niederdeutschen Literaturpreises.“ Initiiert wurde dieser Beschluss durch Stadtvertreter Ingobert Andresen, der das dann beschlossene Konzept in enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Landesgeschäftsführer des SHHB, Dr. Willy Diercks, unter Einbeziehung des Ausschusses für Niederdeutsch im SHHB entwickelt hatte. Seither stellt der SHHB eine ehrenamtlich arbeitende Jury, die keinerlei Weisungen unterliegt. Plattdeutsch ist  eine der Umgangssprachen in der Region Angeln mit erkennbar rückläufiger Tendenz. Durch den Literaturpreis und ein über das ganze Jahr gespannte Kulturangebot wird versucht, dem Rückgang im Gebrauch entgegenzutreten und neue Freunde der Sprache zu gewinnen.

Die bisherigen Preisträger kamen aus den Bereichen Literatur, Theater, Kabarett, Lieder, Liedermacher, Übersetzung, Konzepte von Redaktionen, Jugendkulturarbeit oder wurden für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Der Niederdeutsche Literaturpreis der Stadt Kappeln hat über die Jahre eine immer größere Bedeutung in der Fachöffentlichkeit, wie auch im Bewusstsein der Menschen in Kappeln und ganz Schleswig-Holstein gefunden.

28. Kappelner Literaturpreis an Bolko Bullerdiek

Dat weer en wunnerboren Avend an’n 2. November in Kappeln, as de Hamborger Autor den Kappelner Literaturpries ut de Hannen vun Börgermeister Heiko Traulsen kreeg.

SHHB-Präsident Dr. Jörn Biel meen in sien Wöör vörweg: „Zum 28. Mal wird der Literaturpreis der Stadt Kappeln in diesem Jahr verliehen – immer in enger Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holsteinischen Heimatbund. Dieser stellt auch die unabhängige Jury, der es in all den Jahren gelungen ist, würdige Preisträger zu finden. Das Besondere an diesem Preis ist seine überregionale Bedeutung, die er sich über die Jahre erworben hat. Auch wenn der Preis in Kappeln in Schleswig-Holstein verliehen wird und hier auch seine Wurzeln hat, so strahlt er weit über unser Bundesland hinaus und sorgt in jedem Jahr wieder für gespannte Aufmerksamkeit. Der Kappelner Literaturpreis hat sich also zu einem Markenzeichen entwickelt, auf das man als Preisträger stolz ist und es in die Vita mit einfließen lässt und es auch nach außen hin deutlich zeigt. Das ist auch gut und richtig so. Wir als Schleswig-Holsteinischer Heimatbund sind weiterhin überzeugt von der wichtigen Rolle dieses Preises für die Regionalsprache unserer Heimat.“
Landdagspräsident Klaus Schlie harr veel Loff för Kappeln un för den Priesdreger: „ Eenmal in’t Johr is Kappeln tominnst en beten dat „Hollywood vun de Plattdüütschen“, un dat ümmer denn, wenn de Nedderdüütsche Literaturpries vun de Stadt Kappeln utgeven warrt.
In düt Johr geiht de Pries an Bolko Bullerdiek. Se, leve Herr Bullerdiek, sünd en – un dat segg ik mal op hoochdüütsch –  „Urgestein des Plattdeutschen“ in den besten Sinn vun dat Woort.“

Laudator Jan Graf bröch dat op den Punkt:

„Leve Lüüd, dat weer lang fällig, dat Bolko Bullerdiek den Nedderdüütschen Literaturpries vun de Stadt Kappeln kriggt. Siene Texte fesselt uns Opmarksamkeit un lööst uns Gedanken. Bolko is een, de unsen plattdüütschen Kulturbedriev na vörn bröcht hett. He is en oprechten, coolen, sympathischen Typen. Een Mutt doon, wat he doon mutt; schrieven, wenn he schrieven will - eendoon, wat de Buddelbreven jichtenswo an’t Land von de Lesers ankaamt“.
Wunnerbor weer de Musik vun Inge Lorenzen – keeneen kann Janis Joplin un Cat Stevens so fein op Platt röverbringen.
Bolko Bullerdiek sülven freu sik düchtig över den Pries – he harr Dankwöör achterna un geev en Proov vun sien plattdüütsche Literatur.