12.04.2021 | Kultur/Geschichte Aktuelles

Neue Bewerbungsrunde

Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes startet wieder.

Vom 1. April bis zum 30. November 2021 - pandemiebedingt um einen Monat verlängert - können sich zum fünften Mal Gruppen, Gemeinschaften und Einzelpersonen aus Schleswig-Holstein wieder um die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes (IKE) bewerben. Zum Immateriellen Kulturerbe zählen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturheilkunde und Handwerkstechniken.

Voraussetzung ist, dass die Tradition oder der Brauch bereits über Generationen in einer Region oder einem Land ausgeübt wird und auch in Zukunft weitergetragen wird.

Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes soll die Vielfalt an kulturellen Ausdrucksformen in Deutschland abbilden. Damit eine Ausdrucksform in das Verzeichnis aufgenommen werden wird, muss sie bestimmte Kriterien erfüllen:

  • Die Tradition muss Identität stiften und Zugehörigkeit vermitteln.
  • Wissen und Können müssen weitergegeben werden und sich weiterentwickeln können.
  • Zudem muss jede und jeder Interessierte teilnehmen können.
  • Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht im Vordergrund stehen.

Die Bewerbungsunterlagen sowie Informationen zum Bewerbungsverfahren sind auf der Internetseite der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. (DUK) erhältlich: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-werden

Bewerbungen aus Schleswig-Holstein können per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gesandt werden.

Hintergrundinformation

Das Bundesweite Verzeichnis des IKE soll die Vielfalt an kulturellen Ausdrucksformen in Deutschland abbilden. Seit 2003 unterstützt die UNESCO den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt dieser Kulturformen. Deutschland ist seit 2013 Vertragsstaat. Bislang verzeichnet das Bundesweite Verzeichnis des IKE insgesamt 126 Einträge: 113 Kulturformen zeichnen ein vielfältiges Bild des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland. Aus Schleswig-Holstein zählen seit 2021 das „Ringreiten“, seit 2019 die „Helgoländer Dampferbörte“, seit 2014 das „Biikebrennen" und das „Niederdeutsche Theater“ dazu. Darüber hinaus zeigen 13 Gute Praxisbeispiele modellhaft, wie die Erhaltung Immateriellen Kulturerbes erfolgreich und innovativ funktionieren kann, dazu zählt seit 2019 das „Zusammenleben von Minderheiten und Mehrheiten im deutsch-dänischen Grenzland“. 2020 wurde der Antrag für die internationale Anerkennung nominiert. Eine Entscheidung wird in 2021 erwartet.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Foto: © Andreas Schulz