30.08.2020 | Kultur/Geschichte Aktuelles

Chaussee Altona-Kiel

Der Halbmeilenstein in Schnelsen wird dank einer Spende nun durch eine Infotafel ergänzt.

Michael Semmler (Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr), Wolfgang Burmester (Schnelsen-Archiv)

Die rund 92 Kilometer lange Chaussee wurde in den Jahren von 1830 bis 1832 im Auftrage des dänischen Königs und Herzogs von Schleswig und Holstein Frederik VI gebaut. Mit dem Bauvorhaben begann der moderne Chausseebau in Schleswig-Holstein. Es verkürzte die Reisezeit von Altona nach Kiel von vormals 24 auf nunmehr 10 Stunden und schaffte die Grundlage für einen leistungsfähigen Warenaustausch und Personentransport ohne den eine moderne industrielle Produktion nicht möglich gewesen wäre. 

An der Chaussee sind heute noch insgesamt zwölf Vollmeilensteine sowie elf Halbmeilensteine, die jeweils zwischen den Vollmeilensteinen aufgestellt wurden, erhalten. Sie stehen seit 1992 unter Denkmalschutz. Der Halbmeilenstei in Schnelsen steht in Höhe Holsteiner Chaussee 385 gegenüber der Einmündung Marek-James-Straße. Er wurde aus einem Granit-Findling hergestellt und war Hoheitszeichen und Orientierungsmarke für die Reisenden.

Der Stein stand längere Zeit unansehnlich auf einer Wiese hinter einem Stacheldrahtzaun. Im Jahre 2011 wurde er auf Initiative von Wolfgang Burmester vom Schnelsen-Archiv neu aufgestellt. Das Umfeld wurde gepflastert und mit einer Weißdornhecke eingefasst. Seit Kurzem informiert eine Tafel die Passanten über den Halbmeilenstein und macht auf die Bemühungen des Heimatbundes, der Landesbehörden, dem Landesnaturschutzbeauftragten und engagierten Einzelpersonen aufmerksam, die Bedeutsamkeit dieser ersten Kunststraße Schleswig-Holsteins und ihrer Allee wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

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